Jocelyn B. Smith & Yes We Can e.V.
Botschafter für Berlin

 

Spendenkonto:
Yes We Can e.V.
Berliner Sparkasse
Kto.-Nr. 66 03 11 27 26
BLZ 100 500 00


Zu Gast beim Pariser Platz der Kulturen 24.2.09
Zu Gast im Bundesjustizministerium 9.12.08


Pressemitteilung: Bundesjustizministerium 9.12.08
Musikvideo: "YES WE CAN"

 

 

 

„Jede und jeder hat das Recht, in Würde zu leben“

Die US-amerikanische Soul- und Jazzsängerin Jocelyn B. Smith unterstützt mit ihrem Song „Higher Love“ das Aktionsbündnis landmine.de. Um sich für einen nachhaltigen Schutz von Kindern, die Kriegsopfer geworden sind, zu engagieren, hat die Wahl-Berlinerin 2008 den gemeinnützigen Verein „Yes We Can“ gegründet. Im Gespräch mit www.initiative-zivilengagement.de spricht Jocelyn B. Smith über das Zusammenspiel von Musik und Engagement und ihre Hoffnung auf Kinder als Botschafter eines friedlicheren Miteinanders.

www.initiative-zivilengagment.de: Das Projekt „Higher Love“gründet auf einem gleichnamigen Soul-Song. Was ist der Hintergrund? Gab es eine Initialzündung, die Sie als Künstlerin dazu bewogen hat?

Jocelyn B. Smith: Ich habe vor zwei Jahren eine Einladung vom Aktionsbündnis landmine.de erhalten. Der Initiator Thomas Küchenmeister und andere prominente Akteure des Bündnisses übergaben eine Million Unterschriften für das Verbot von Landminen und Streumunition an die Bundesministerin für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung a.D., Heidemarie Wieczorek-Zeul. Das war noch vor den zwei wichtigen Konferenzen in Dublin und Oslo im Jahr 2008, auf der möglichst viele Staaten den Abschlussvertrag zum Verbot von Streubomben unterzeichnen sollten. Ich war sehr berührt, als ich mich mit dem Thema auseinandersetzte, und fragte sofort: Was kann ich tun? Wie kann ich das Bündnis unterstützen? Ich habe mit Thomas Küchenmeister gesprochen, und mit Blick auf Oslo war klar, dass der Vertrag möglichst weltweit geltend gemacht werden muss, dass möglichst viele Leute gewonnen werden müssen. Und da bin ich auf die Idee gekommen, „Higher Love“ zu schreiben.

Worum geht es beim Projekt „Higher Love“?

Jocelyn B. Smith: Mit Musik kann man Aufmerksamkeit schaffen. Das versuche ich. Und Musik kann nicht nur Gedanken kommunizieren, sondern seelische Zustände, sie kann an einem höheren seelischen Zustand teilhaben lassen, sie kann auf die Beziehung, die wir zueinander haben, positiv einwirken. Und wo kann man anfangen, auf die Spur dieses seelischen Zustands zu kommen? Bei den Kindern. Also war der erste Schritt, den Song zu schreiben. Im zweiten Schritt sind wir an Berliner Schulen herangetreten. Die Idee war, dass Kinder von hier für Kinder in der Welt singen, denn die meisten Opfer von Minen und Streumunition sind Kinder. Mit fast 100 Schülerinnen und Schülern und dem Team von Radio Multikulti sind wir schließlich ins Studio gegangen, das der Rundfunk Berlin Brandenburg zur Verfügung gestellt hat und haben dort den Song aufgenommen. Wir haben gemeinsam mit den Kindern über das Projekt gesprochen. Und obwohl sie so jung waren, haben sie sich intensiv mit dem Thema beschäftigt und auch die anstrengende Studioarbeit super gemeistert.

lesen Sie weiter im Interview unter: www.initiative-zivilengagement.de

 

 

     

Soul gegen Bomben

von Eva-Maria Schleiffenbaum - 02.03.2009

Die Jazz- und Soulsängerin Jocelyn B. Smith kämpft mit ihrer Musik für das Verbot von Streumunition. Starfotograf Jim Rakete und Bundesjustizministerin Brigitte Zypries unterstützen sie dabei. Beim 25. Pariser Platz der Kulturen stellten die drei Persönlichkeiten das Musikprojekt vor.
„Ich war schockiert, als ich von den Folgen der Streubomben erfuhr“, so Jocelyn B. Smith. „Vor allem die verunglückten Kinder taten mir leid.“ Die Betroffenheit der amerikanischen Sängerin reichte so weit, dass sie den Verein „Yes, we can“ gründete, mit dem sie das Aktionsbündnis „Landmine.de“ unterstützt. Im Rahmen ihres Vereins, der sich für Kinder in Not einsetzt, startete Smith das Projekt „Higher Love – Kinder singen für Kinder“. Mit 100 Berliner Schulkindern nahm sie im Studio von Radio Multikulti zwei Songs auf und stellte diese ins Internet. Dort kann man sie kostenlos herunterladen und die Aktion mit einer Spende unterstützen. Doch damit nicht genug: Smith und die Kinder hatten im Mai 2008 einen Auftritt bei der Dubliner Konferenz zum Verbot von Streubomben. Auch bei der Osloer Folgekonferenz im Dezember 2008, bei der der Abschlussvertrag unterzeichnet wurde, traten sie auf. Der Erlös der Konzerte und der Spenden kommt den Kindern zugute, die durch Streubomben verletzt wurden.
Das Publikum war begeistert, als Jocelyn B. Smith beim Pariser Platz der Kulturen auftrat. Gemeinsam mit 50 Kindern sang sie die Lieder „Higher Love“ und „Yes, we can“. Im anschließenden Gespräch mit Jim Rakete und Brigitte Zypries klärte die Soulsängerin, was ihre Musik mit Streumunition zu tun hat.
Streubomben haben weltweit schon 100 000 Opfer gefordert. Sie töten ebenso wahllos wie Landminen und hinterlassen viele Blindgänger, die noch Jahre nach einem Konflikt die Zivilbevölkerung bedrohen. Im Gegensatz zu Landminen enthält Streumunition mehr explosive Kraft und führt schneller zum Tod. Die Opfer der Streubomben sind zu 98 Prozent Zivilisten, 27 Prozent davon sind Kinder.
Jim Rakete ist vom Erfolg des Projekts überzeugt: „Ich war selber zehn Jahre lang im Musikbusiness und weiß, wie sehr Musik das Bewusstsein verändern kann. Spenden allein würden nicht helfen – Jocelyn betreibt kulturelle Außenpolitik!“ Auch Bundesjustizministerin Brigitte Zypries unterstützt die Initiative. Smiths Engagement sei ein wichtiger Beitrag zum Kampf gegen Streumunition. „Am 3. Dezember 2008 haben 94 Staaten, darunter auch Deutschland, den Vertrag in Oslo unterzeichnet. Das ist ein erster großer Schritt. Das Ziel ist jedoch, dass alle Länder der Verbotsvertrag unterschreiben“, so Zypries. Jocelyn B. Smith erhielt das letzte Wort. Sie ergriff es, indem sie noch ein Lied spielte. www.vorwärts.de

 

Foto (Presse Blondell): Bundesjustizministerin Brigitte Zypries,
Jim Rakete, Jocelyn B. Smith u. Moderator Volker Wieprecht

     

Ruhrnachrichten 11.12.08

 
 

Links:
Pressemitteilung Bundesministerium der Justiz (pdf)
The beBerlin Story (pdf)

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Foto: freypressebild.de + Presse Blondell